Das Leben eines 08/15 Teenagers
 



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Professor Snape durchkreuzt meine Partypläne

Bevor ich den Sinn der Überschrift entschlüssele, möchte ich nicht vorenthalten, dass ich gestern wieder am Kiessee war. Nur leider nicht um 5 vor 7 und auch nicht allein. Meine Mitbewohnerin Caro steckte nämlich in einem Liebesdilemma. Stephan, ein Junge von gegenüber hat sich wohl total in sie verknallt, soweit ich das beurteilen kann.

Tja und da er die ganze Zeit vor unserer Tür rumgelaufen ist und Caro ein schlechtes Gewissen hatte, weil sie ihm nicht geantwortet hat, habe ich vorgeschlagen sie zu meinem Spaziergang am Kiessee mitzunehmen. Ich wollte ursprünglich alleine, um wieder auf den hübschen Fremden zu warten, aber da wir noch mehr als genug Zeit hatten und Caro echt in der Klemme saß, konnte ich nicht anders und habe sie eingeladen.

Aber erst hat sie dann noch Ewigkeiten im Bad gebraucht und dann konnte ich sie nicht überzeugen aus der Tür zu gehen, denn Stephan lief immer noch andauernd hin und her. Letztendlich hab ich mich einfach an ihr vorbeigedrängelt und wir kamen erst halb 8 am See an. Ich war etwas traurig, denn das letzte Mal war der schöne Fremde nur 10 Minuten geblieben und schon kurz nach 7 wieder weg gewesen.

Aber es war trotzdem schön und ich habe viel mit Caro geredet, ich würde sogar sagen sie und Felix (der gestern in den Urlaub gefahren ist) sind meine ersten Freunde hier. Und auch wirklich tolle! Also sind wir mit ein paar Umwegen um den See gegangen und gegen halb neun in die Nähe des Tisches gekommen. Es war schon dämmrig, aber von weitem hab ich schon jemanden sitzen sehen, und ein Fahrrad war an die Bank gelehnt.

Diesmal hatte er keine Sonnenbrille auf, aber das seine Augen mir so dunkel erschienen kann auch an der Uhrzeit gelegen haben. Ich bin mir sicher, dass er es war, auch wenn es schon recht dunkel war. Ich wusste gar nicht was ich machen sollte und konnte aus Verzweiflung nicht wegsehen. Auch er hat in meine Richtung gesehen, doch ich kann mir kaum vorstellen, dass er mich erkannt haben kann. Als wir auf gleicher Höhe waren, habe ich mit kratziger Stimme gegrüßt und nach kurzem Zögern hat er auch „Hallo“ gesagt.

Aber ich Trottel bin weitergegangen. Mit hochrotem Kopf, den man hoffentlich im Dunkeln nicht sehen konnte. Ich war so verwirrt! Wieso war er so spät noch da? Hat er Überstunden gemacht, oder hat er etwa auf mich gewartet? Wird er wieder da sein, denn ich kann mich erinnern, dass er beim Telefonat mit seinen Freunden irgendwas von Urlaub gesagt hat. Hat er mich überhaupt wiedererkannt, oder war er nur verwundert, wieso ich ihn so angestarrt habe??

Ich hoffe, dass er mich erkannt hat und mein Verhalten nicht komisch fand… Ich bin so ein feiges Huhn. Und nach diesem Schlamasselverhalten, welches ich an den Tag gelegt habe, wollte ich nicht mehr auf die Anatomie-Party ins einsB gehen. Caro wollte nicht mit und die Vorstellung allein gehen zu müssen hat mich etwas nervös gemacht, aber wie soll ich denn sonst Freunde finden? Also bin ich doch gegangen, immerhin 3 Kilometer musste ich zu Fuß bewältigen und als ich nur noch 60 Meter (laut Google Maps) von der Party entfernt war und mir schon andauernd betrunkene, gut gelaunte Studenten über den Weg liefen, komme ich an einem Thalia vorbei. Und dieser Thalia hatte offen, kurz vor 12!

Innendrin haben sich ganz viele Menschen getummelt, viele auch mit Umhängen und Perücken. Wen hätte das nicht neugierig gemacht? Also bin ich rein und habe den ersten im schwarzen Umhang gefragt, was los wäre. „Harry Potter ist los!“ meinte er und dann hab ich realisiert, dass ich mit Professor Snape spreche. Und ich konnte nicht mehr weg, denn überall gab es coole Harry Potter Souvenirs und die Bücher in allen möglichen Designs. Total genial. Naja und meine 20 €, die für die Party geplant waren, habe ich denn für ein Notizbuch im Look der Heiligtümer des Todes investiert.

Ich hatte ja eh nicht mehr richtig Lust auf eine Party und das Spezial kam mir da gelegen, ebenso die Snacks und Zaubertränke, die es zu probieren galt.

24.9.16 12:47


Und die Glückssträhne hält an

Was für ein Tag! Nachdem ich gestern diesen charmanten Fremden kennengelernt habe, will das Glück gar nicht mehr aufhören. Denn nachdem ich heute (oder gestern, denn es ist ja schon nach Mitternacht) Morgen entspannt ausgeschlafen habe und einen Blick aufs schwarze Brett bei der Norduni geworfen habe, kam ich ernüchtert wieder zum Wohnheim zurück.

Hört sich jetzt vielleicht nicht nach Glück an, aber Felix war da und hat mir den Tipp gegeben, es mal bei dem AAFS zu probieren. Dabei handelt es sich um ein privates Studentenwohnheim zur Integration afrikanischer und asiatischer Studenten in Göttingen. Und die hatten passenderweise nur gestern zwischen 16 und 18 Uhr Sprechstunde. Und es war kurz vor vier als ich mich auf den Weg gemacht habe.

Das Wohnheim ist riesig und als mir ein netter Mann die Tür zum Gebäude aufgemacht hat und mir gezeigt hat, wo das Verwaltungsgebäude ist, habe ich nervös angeklopft. Die Nervosität hätte ich mir auch sparen können, denn Axel, der Zimmerverwalter/Mädchen-für-alles-außer-Briefmarken, war gerade bei seiner Mittagspause. Er hat mich reingebeten, ich meinte, ich sei auf der Suche nach einem Zimmer und dann hat er gequasselt und auf seinem PC rumgeklickt und meinte dann so: „Also im 6. Stock sind noch zwei schöne Zimmer frei, ich zeig sie dir am besten gleich und du suchst dir dann eins aus“

So geil, ich bin also jetzt glückliche Besitzerin eines Zimmers mit voller Möblierung, Balkon vor der Zimmertür, Internet, Elektro und Co für 210 €! Ich muss mir zwar die Küche mit allen auf der Etage teilen und das Frauenklo mit der Hälfte, aber ich bin ja eh nicht wählerisch. Auf der Etage sind dann wohl noch zwei Deutsche, ein paar Albaner und Chinesen, aber das werde ich sicher nächste Woche Sonntag besser berichten können, das ist nämlich mein offizieller Einzugstermin.

Und voller Euphorie bin ich dann wieder zum Papenburg-Wohnheim gelaufen, hab dabei noch für Luise eine Sprachnachricht gemacht, damit sie von der guten Neuigkeit zuerst erfährt. Dort war Felix immer noch am Aufräumen für den Übergabetermin und ich hab ihm geholfen sein Zeug in seine neue Wohnung im Ostviertel zu fahren. Dafür hat er mir seine Bienen gezeigt (er ist seit drei Jahren im Imkerverein) und ich habe ein Glas Honig eine besondere Salami und eine Aloe-Vera-Pflanze aus einer Zucht bekommen.

Nach einem Abendbrot mit seiner Freundin Alexa (sie studiert Geologie, er macht den Doktor in Biologie) und der hübschen Mitbewohnerin, sind wir für den Pokerabend wieder nach Papenburg zurück, wo Caro und ich einen Crashkurs im Pokern bekommen haben. Caro hat zwar dann nicht mehr mitgespielt, der Crashkurs hat sich aber wirklich gelohnt, denn wir haben zu achtzehnt begonnen und ich bin Nummer Sieben geworden, wo ich echt stolz drauf bin (sogar Felix hab ich rausgepokert)! Außerdem konnte ich so die Leute aus dem Wohnheim besser kennenlernen. Besonders Yuki von gegenüber und André fand ich sehr sympathisch. Und dann war da noch Leif, jedenfalls wurde er von den anderen so genannt, der echt das Klischee eines heißen Bad Boys ist…

Nach diesem langen Tag freue ich mich schon auf morgen und hoffe, dass die Glückssträhne nicht so schnell endet.

23.9.16 01:29


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